Wobbler CVSM beim Pferd

By: Andrea Bachem0 comments

Was ist Wobbler CVSM beim Pferd ?

Spinale Ataxie nennt man das Symtom .

Bei Wobbler CVSM ( Spinaler Ataxie) handelt es sich um Gleitwirbel in der Halswirbelsäule des Pferdes (gibt es auch beim Hund). Die Halswirbelsäule des Pferdes ist leider nicht besonders stabil. Hier ist die größte Beweglichkeit im ganzem Pferdekörper möglich. 

Die Halswirbel sind so aufgebaut, dass sie leider leicht nach dorsal wegrutschen können.

Dadurch kann es zu einer Quetschung des Rückenmarks kommen.

Diese entzündet sich leider schnell und kann sich bei Nicht Behandlung vorschreitend weiter verschlechtern. Neurologische Auffälligkeiten sind die Folgen. 

Pferde mit spinaler Ataxie haben motorische Probleme. Sie laufen unkoordiniert und haben einen auffällig schmalen Hals.  Die Hinterhand ist meistens schlecht bemuskelt und auch sehr schwach.  

Die Parese ist unterschiedlich stark ausgeprägt.  Auch die Reflexpunkte sind schlecht oder gar nicht auslösbar. Die Muskulatur ist im vorgeschrittenem Stadium fest und unterentwickelt.  Sie laufen gerne breitbeinig, um sich im Gleichgewicht zu halten.  

Wichtig bei diesen Patienten ist, dass sie am Tag auf gradem Untergrund gehalten werden, damit sie nicht stolpern oder sogar stürzen.

  Ein Hahnentritt ist auch immer ein Anzeichen für dieses Krankheitsbild.  

Wenn das Pferd vorne und hinten ataxisch läuft, nennt man dies ein Tetraparese.  Wenn man den Verdacht auf eine spinale Ataxie hat, muss man auf die Suche der Entstehung der Ataxie gehen.  Sind es die Hirnnerven? Oder geht es vom Rückenmark aus?

Man müsste testen, ob das Pferd vielleicht blind ist, sehr müde, Tremor der Muskulatur,??  Die Gesichtsmimik ist nicht gleich auf beiden Seiten. Sie ist dann nicht symmetrisch.  Einseitig tränendes Auge, oder laufende Nase.  Ungleiches Schweiß Bild.   

Beim Pferd ist bei einer spinalen des cervicalen C1-C7   Wenn C6-T2 Ein Problem besteht, ist die Vorhand invadiert. Hier entspringt der Plexus Brachiales.   Stolpern, Stürzen auf die Vorhand.  

Wenn ein Problem vom Hirnstamm entsteht, dann handelt es sich um ein sympathisches Problem.  

Dieser steuert die ganzen Drüsen sowie Organe. Liegt hier ein Schaden vor, kann es zum Herzinfarkt oder Atemaussetzern kommen.  Der Parasympathikus reagiert auf Schmerz. 

Wieso schreibe ich diesen Bericht?  

Ich schreibe diesen Bericht, da mein eigenes Pferd leider daran erkrankt ist und dann auf sehr dramatische Weise eingeschläfert worden ist.  

Er ist 25 Jahre geworden und war ein Vollblutaraber.  Ich habe ihn mit 5 Jahren bekommen und damals war natürlich gar nicht dran zu denken das er mal Probleme damit bekommt.  

Er war jung und dynamisch 😊  

Leider hatte Bajali immer Probleme mit seiner Balance. Seitengänge fielen ihm immer schwer.

Man musste immer aufpassen, wo er langlief, da er gerne über Pfützen oder kleine Hindernisse gestolpert ist. 

 Er war immer schwerfutterig und hatte für den Rest vom Körper immer einen schmalen Hals. 

Wir haben viel vom Boden trainiert. Mit Muskelaufbau-Futter sah er gut trainiert aus.  Er musste eher täglich gearbeitet werden, damit man Fortschritte sehen konnte.  Er hatte im Training immer Schwierigkeiten sich zu lösen. Es dauerte immer sehr lange min 30-40 Minuten.  

Ich hatte mir nicht denken können mit meinen 20 Jahren, dass dies krankheitsbedingt sein könnte.  

Ich hatte es immer als ungeschickt abgehakt.  

Natürlich hatten wir auch diverse Trainer, die uns unterstützt hatten.

Aber diese hatten auch nie dran gedacht, dass dies ein Problem mit neurologischem (Wobbler) Hintergrund sein könnte.  

Dies ging über mehrere Jahre.

In größeren Abständen stürzte er dann immer mal wieder.

 Oder er stolperte.  Er verletzte sich den Musculus Fibularies Tertius.  

Natürlich wurde Bajali regelmäßig von Physiotherapeuten und Heilpraktikern sowie auch Osteopathen behandelt.  

Und Natürlich auch von mir.  Er hatte immer wiederkehrende Atlasblockaden und ISG Blockaden wie Kreuzbein.   

Er hatte aber auch frühzeitig Krippitation in der Hüfte.  

Mittlerweile bin ich mir zu 99Prozent sicher das Bajali schon im frühen Alter an einer CVSM Wobbler (Spinalen Ataxie )gelitten hat, die sich bis zum höheren Alter verschlimmert hat.  

Ich hatte ihn im Alter von 24 noch in einen Offenstall gestellt. Hier viel es erst richtig auf, wo ich dann natürlich auch viele Tierärzte und Therapeuten mit ins Boot genommen habe.  

Er stürzte regelmäßig im Offenstall und im Gelände.

Oder Er hatte des öfteren Sehnenverletzungen.

Zudem hatte er Verletzungen im Gesicht und an der Hinterhand.

Die Stallbesitzerin sagte mir, dass er im Lauf einfach ausrutschte.  

Mittlerweile weiß ich, dass hierfür bestimmt Gleitwirbel verantwortlich waren.  Umso mehr ich mich jetzt mit dieser Erkrankung beschäftige, umso mehr weiß ich das er an CVSM litt.  

Gut, er ist damit alt geworden, aber hätte man es früher gewusst und entzündungshemmend gearbeitet, wäre es vielleicht nicht zu diesem Ende gekommen.  

Also wenn eure Pferde Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht haben, oder des öfteren stolpern, können dies Blockaden der HWS sein, die zu Entzündungen führen.  

Blockaden sind behandelbar und heilen nach Behandlung aus. Evtl. muss man auch nach der Behandlung mit dem Tierarzt einen Behandlungsplan erstellen lassen.  

Gleitwirbel müssen beim Tierarzt oder in der Klinik abgeklärt werden bei immer wiederkehrender Ataxie.  

Dann ist das Pferd leider nicht mehr reitbar!  

Anzeichen für Spinale Ataxie im Überblick:  

Schmaler Hals  

Neigt zu Stürzen oder Unfällen  

Hat Probleme seine Beine zu Sortieren  

Schlechtes Körpergefühl  

Stolpert über Stangen  

Schlechte Seitengänge  

Hält sich im Rücken fest  

Läuft nicht durchlässig  

Wichtig noch zum Schluss sucht euch bitte einen Osteopathen/Tierphysiotherpeuten der sich mit der Mobilisation von CVSM Pferden auskennt.  

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