Atlas-Blockade

Nicht selten kommen Patienten- Hunde, die nervös sind, „grummelig“ und nie wirklich zur Ruhe kommen.

In meiner Behandlung fällt dann oft auf, das schon der erste Halswirbel (Atlas) nicht richtig steht: eine Blockade liegt vor. Die Folgen dieser Blockade ziehen sich durch den ganzen Körper. Das Kreuzbein muss den veränderten Muskelzug ausgleichen. Die Hinterbeine werden fehlerhaft und steifer bewegt. Sogar das Herz wird beeinträchtigt und kann Rhythmusstörungen entwickeln.

Immer ein schönes Ergebnis der Behandlung ist: wenn die Atlas-Blockade behoben wird, verändert der Hund – meist schon am gleichen Tag – sein Wesen. Er wird freundlicher und entspannter.

Gerade letzte Woche war eine Patienten-Besitzerin bei mir mit einem Husky-Rüden, der eigentlich keine anderen Menschen mag. Er stellt sich immer vor sie und ist eigentlich sehr dominant. Schon nach der ersten Behandlung fiel der Besitzerin auf, dass ihr Hund viel besser gelaunt ist. Sogar in in ein Geschäft konnte er mitgehen. Und auch anderen Hunden gegenüber ist er auch viel freundlicher geworden.

Bei den Hunden ist es leider wie bei uns Menschen: ein blockierter Atlas oder ein anderer Wirbeln führen beim Menschen zu Depressionen oder Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein oder auch Gefühlsstörungen in den Armen/Händen (der Atlas ist der erste Wirbel am Kopf, durch den das gesamte Rückenmark durchläuft). Kopfschmerzen und Depressionen sind beim Hund schlecht nachweisbar, aber es gibt sie ebenso wie beim Menschen. Und es gibt nicht wenige Hunde, die auf Schmerzen mit Ärger und Reizbarkeit reagieren.

Daher kann man es leider nicht oft genug sagen, dass man bei Verhaltensstörung auch den Physiotherapeuten oder Osteopathen aufsuchen sollte, um dieses auszuschliessen. (Natürlich wird nicht jede Reizbarkeit durch einen blockierten Atlas ausgelöst. Es gibt viele weitere, körperliche Gründe, warum ein Hund reizbar, grummelig und mürrisch reagieren kann. Auch Hormonschwankungen wie z.b. Schilddrüsenunterfunktion gehören dazu.)